ZIA schlägt Gleichstellung von Sanierung und Bestandsersatz vor
ZIA schlägt Gleichstellung von Sanierung und Bestandsersatz vor
Der ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss begrüßt den Vorschlag des Bundesverbands Baustoffe – Steine und Erden, die bestehenden Förderstrukturen bei der energetischen Sanierung auf Neubauten auszuweiten. „Der Abriss von alten Gebäuden und der anschließende Neubau ist aus energetischer Sicht teilweise sinnvoller als eine Sanierung“, sagt Andreas Mattner, Präsident des ZIA. Wenn sich ein Bauherr zum Abriss und Neubau entschließe, dürfe er zumindest im Vergleich zur Sanierung nicht benachteiligt werden. Momentan sei der Neubau jedoch insbesondere bei der Vergabe zinsgünstiger Kredite über die KfW gegenüber der Sanierung diskriminiert. „Sanierung und Bestandsersatz sollten im Rahmen der bestehenden energetischen Förderprogramme gleichstellt sein“, resümiert Mattner.
Neue Förderprogramme favorisiert der ZIA nur, wenn sie die öffentlichen Haushalte nicht belasteten. Ein Ansatz wäre eine steuerliche Förderung von energetischen Baumaßnahmen, die sich an den bestehenden Regelungen im Denkmalschutz orientieren. Der ZIA hat einen entsprechenden Vorschlag unterbreitet, der Berechnungen des Instituts für deutsche Wirtschaft Köln zufolge ein Nullsummenspiel sein könnte: Steuermindereinnahmen infolge der Förderung würden durch Steuermehreinnahmen beispielsweise aus der Umsatzsteuer der Bauaufträge ausgeglichen. „Der Steuervorschlag bezieht sich sowohl auf energetische Maßnahmen bei Neubauten als auch bei der Sanierung“, betont Mattner auch hier den Gleichstellungsgedanken.
Pressemitteilung vom 04.03.2010


