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Ferienimmobilien: Anlage birgt hohes Wertsteigerungspotenzial

Ferienimmobilien: Anlage birgt hohes Wertsteigerungspotenzial

Ferienimmobilien: Anlage birgt hohes Wertsteigerungspotenzial
29.09.08
14:36
Alter: 2 Jahre

Von: G. Bobka

Ferienimmobilien stehen bei den Bundesbürgern hoch im Kurs. Richtete sich das Augenmerk vor Jahren noch auf das europäische Ausland, steigt inzwischen die Wertschätzung für heimische Gefilden. Steigende Preise und knappe Angebote in vielen Ferienregionen sind die Folge. Rund zwei Millionen Ferienimmobilien nennen Deutsche ihr Eigen, 900.000 davon in Deutschland – Tendenz steigend, so eine Studie der Deutschen Gesellschaft für Immobilienfonds (Degi). Begehrt seien Eigenheime und Eigentumswohnungen, die maximal zwei Autostunden vom Wohnort entfernt lägen. Die Preise für deutsche Ferienimmobilien sind nach Angaben des Ferienimmobilienentwicklers Kristensen Group Deutschland in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. "Während ein Ferienhaus Mitte der 90er-Jahre durchschnittlich knapp 200.000 Euro kostete, liegt der Preis derzeit bei rund 340.000 Euro", berichtet Geschäftsführer Per Barlag Arnholm. Gleichzeitig sei der Wert von Ferienwohnungen von rd. 115.000 Euro auf durchschnittlich 155.000 Euro gestiegen. Dennoch gälten Ferienimmobilien nicht mehr nur als Luxusprodukt wie früher. Inzwischen seien fast die Hälfte der potenziellen Käufer Angestellte (45,7 %), gefolgt von Freiberuflern (20,7 %) und leitenden Angestellten (12,1 %). Lediglich 8,1 % der Befragten würden die Ferienimmobilie als Prestigeobjekt betrachten. Die wichtigsten Kaufmotive bestehen der Studie zufolge in der Eigennutzung (93,2 %) und der Vermietung (55,5 %). 20,6 % betrachten die Ferienimmobilie als Kapitalanlage und Investitionsobjekt. Gute Erreichbarkeit erleichtere die Kaufentscheidung. Viele Deutsche verwirklichten so ihren Traum, ein eigenes Urlaubsdomizil zu besitzen, den Zweitwohnsitz als externen Arbeitsplatz zu nutzen oder den Lebensabend in einer Ruheresidenz zu genießen. Begehrt seien Eigenheime und Eigentumswohnungen, die maximal zwei Autostunden vom Wohnort entfernt lägen, so eine aktuelle Degi-Studie. Die Interessenten für Ferienimmobilien seien jünger und stünden meist noch mitten im Berufsleben. Auch die Ansprüche an die Ferienimmobilien haben sich in den vergangenen Jahren geändert. "Wichtiger als Sonne und Strand ist für den modernen Zweitdomizilerwerber ein Breitband-Internetanschluss", weiß Thomas Beyerle, Chefresearcher bei Degi. Zugenommen hätten auch der Wunsch nach einer hochwertigen Innenausstattung, guter Lage und Infrastruktur, ergänzt Arnholm.
Allerdings sei inzwischen eine Angebotsknappheit insbesondere von strandnahen Immobilien festzustellen. „Die Ferienimmobilien an A-Standorten wie Rügen, Kühlungsborn und Usedom werden inzwischen schon knapp", so Arnholm. Verstärkt werde die Nachfrage von Spanien-Rückkehrern. "Ältere Eigentümer spanischer Immobilien verkaufen jetzt diese Objekte, um sich in Deutschland ein Haus an der Küste zuzulegen", weiß Jürgen Michael Schick, Vizepräsident des Branchenverbandes IVD. Arnholm geht davon aus, dass sich das Preisgefüge der bisherigen B-Standorte wie Graal-Müritz, Boltenhagen oder Grömitz in den nächsten fünf bis sieben Jahren annähernd an das Niveau der A-Standorte anpassen werde. Da sich die Anzahl an Neubauprojekten unter anderem aufgrund hoher Auflagen seitens der Gemeinden in den kommenden Jahren verringern dürfte, rechnet das Unternehmen mit der Belebung der C-Standorte sowie mit steigenden Preisen auf dem Zweitimmobilienmarkt für Ferienimmobilien.“ Aufgrund des Wertsteigerungspotenzials lohne sich die Investition in ein Ferienhaus.